Alle Artikel von Markus Beuschlein

Gemeinsam für Afrika

Liebe Leser,

hier unser Bericht für die gemeinsame Berichterstattung der LCs im Taubertal:


Im Vorfeld zur Sammelaktion am 12.10. konnten wir bereits am Freitag im Seniorenheim Freudenberg Rollstühle etc. und bei der Fa. Brand in Wertheim hochwertiges Labormaterial abholen.

Außerdem hat LF Klaus- Peter Albert in Faulbach/Spessart eine eigene Sammlung mit einer kleinen Lokalanzeige durchgeführt. Allein dies hat zwei Transporterladungen ergeben, die wir gleich am Samstag früh nach Gerlachsheim gebracht haben.

Bei der eigentlichen Sammelaktion von 10 bis 16 Uhr wurde unser Sammelplatz gut frequentiert mit Spitzen zu Beginn und gegen Ende. Dies ergab noch einmal zwei Transporterladungen mit Anhänger.

Zwei Spender haben einen konkreten Bezug zum Benin:

  • Die Schwägerin des Spenders Matthias Forche (Wertheim)  stammt aus dem Benin und ist eine Tochter eines früheren Präsidenten von Benin, der – vermutlich üblich – ermordet wurde. Außerdem kennt Matthias Forche einen Arzt in Groß-Umstadt, der regelmäßig und auch Anfang des kommenden Jahres wieder noch Benin fährt, um dort zu helfen
  • Die Tochter Jule des Spenders Jörg Zimmer aus Buchen absolviert gerade ein freiwilliges soziales Jahr bei den Salesianern im Benin. Die Eltern wollen sie zu Ostern dort besuchen

Die Kontaktdaten liegen uns vor. Dies waren bewegende Gespräche am Rande der Sammelaktion. Die Kontakte könnten wir nutzen, wenn wir das Thema Benin weiter verfolgen oder auch nur einen Vor-Ort-Bericht von dritter Seite bekommen wollen .

Viele Spender waren persönlich interessiert an der Aktion, andere haben einfach das Gute mit dem Nützlichen verbunden und zu Haus mal entrümpelt. Bei einer solchen Sammelaktion sieht man dann auch, wie gut es uns in Deutschland geht und was wir  alles angesammelt haben und eigentlich nicht mehr brauchen. Kinder haben von ihrem Taschengeld Spielsachen/Zahncreme-bürsten gekauft und persönlich abgegeben. Außerdem gab es Barspenden von 110,- €

Eine Ärztin in Wertheim schließt zum Jahresende – leider altershalber und ohne Nachfolger – ihre Praxis und würde gerne geeignetes Material spenden. Andere wollen auch spenden, waren aber ebenfalls noch nicht so weit.

Unsere Aktion hat damit eine Eigendynamik entwickelt, die über den Tag hinaus reichen könnte.

Grüße vom Lions Club Wertheim


Geldsegen für die Diakonie

Ein Geldsegen für die Diakonie

WERTHEIM.„Wichtig war uns, dass das Geld hier in Wertheim bleibt“, sagte Alfred Hofmann vom Lions Club Wertheim bei der Spendenübergabe an die Kinder- und Jugendhilfe des Diakonischen Werkes. Insgesamt 7000 Euro, zusammengekommen beim beim Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg, gingen als Spende an das Familienzentrum und die Kinder- und Jugendhilfe. Bei der Übergabe berichteten Alex Schuck und Sylvia Gravius von ihrer Arbeit. „Der Anteil der Menschen, denen es nicht gut geht, steigt stetig an“, berichtete der Geschäftsführer der Diakonie im Main-Tauber-Kreis Wolfgang Pempe. Deshalb sei es wichtig , dass man die Augen auch vor den Problemen vor Ort nicht verschließt. Wer alleinerziehend aufwächst, habe ein 30fach höheres Risiko zu einem Fall für die Jugendhilfe zu werden, als ein Kind, das in einer Regelfamilie aufwächst.

Genau hier setzen die Programme der Diakonie an, die im Auftrag des Landratsamtes als „freier Träger“ die Kinder- und Jugendhilfe ausübt. Deshalb können sich Betroffene auch nicht direkt an die Diakonie wenden, sondern müssen um Hilfe erst beim Landratsamt nachfragen. Die verteile dann die Bedürftigen auf die entsprechenden Träger.

Pempe zeigte sich dankbar über die Spende des Lions Clubs Wertheim, denn so lassen sich Projekte anstoßen, die mit dem normalen Regelsatz, der vom Landratsamt bezahlt wird, nicht verwirklichen lassen.

Gravius könne sich nun durchaus vorstellen, dass man mit mehreren Familien einem Ausflug in ein Museum unternimmt. Dies sei sonst nicht möglich. Auch die Bildung von Rücklagen für unvorhergesehene Ereignisse könne dank der Spende aufgefüllt werden. Alex Schuck hat ebenfalls noch keine konkreten Pläne, was er mit dem Anteil von 2000 Euro anfangen wird. Das Familienzentrum am Wartberg/Reinhardshof wird nach dem Umbau des Kirchenzentrums umziehen müssen und dafür werde immer Geld benötigt. Aber auch Projekte der Kinder- und Seniorenarbeit können nun verwirklicht werden. Die entstehen meist spontan und sind deshalb in der Budgetplanung nicht vorgesehen.

Pempe wies darauf hin, dass sich die Finanzierung der Diakonie in den nächsten Jahren durch den Rückgang der Kirchensteuer verändern wird und zeigte sich dankbar, dass es immer wieder private Spender gibt, die die Arbeit der Diakonie unterstützen. Immerhin ein Viertel der zur Verfügung stehenden Mittel werden derzeit über die Kirchensteuer finanziert. Alles andere komme von anderen Quellen, wie öffentlichen Stellen oder eben Spenden.

„Uns ist es wichtig, dass das Geld in Wertheim bleibt“, verdeutlichte Dr. Sven Michael Schultheis die Intention des Lions Clubs Wertheim. Man werde sich weiter für soziale Zwecke in der Stadt engagieren. mae

Ämterübergabe für das Clubjahr 2018/2019

Unterstützung für zahlreiche soziale Projekte

WERTHEIM.Dr. Sven Schultheis ist der neue Präsident des Lions Clubs Wertheim. Im festlichen Ambiente des Weinguts Löwenstein in Kleinheubach überreichte ihm sein Vorgänger, Alfred Hofmann, die Präsidentennadel und führte ihn in sein Amt ein.

Zuvor hatte Hofmann auf das Jahr seiner Präsidentschaft zurückgeblickt. „Es war ein normales Lionsjahr mit Höhen und Tiefen, mit vielen erfüllenden und freudigen Momenten, aber auch mit Situationen, in denen man manchmal etwas tiefer durchatmen musste“, so Hofmann. In seinem Rückblick erinnerte er an den Activity-Klassiker, die Teilnahme am Wertheimer Altstadtfest, der wiederum ein großer Erfolg wurde.

„Goldene Minuten“

Ein Teil des Erlöses wurde für das Projekt der evangelischen Kirchengemeinde und Diakonie zum Thema „Goldene Minuten“ verwendet, über das Pastorin Dr. Verena Mätzke auch in einem Clubabend referiert hatte. Die Mittel werden für zusätzliche Zeitanteile der Pflegekräfte der Evangelischen Sozialstation eingesetzt, die für die Zuwendung und Kommunikation für die Pflegebedürftigen über die reine Pflege hinaus erbracht werden.

Mit dem zweitbesten Ergebnis in der Clubgeschichte wurde die Weihnachtsmarkt-Activity mit einem Glühweinstand veranstaltet. Unterstützt vom Lions Club wurde auch das Sambia-Projekt der Verbandsschule Faulbach. Hierbei wird für jeweils ein Trimester ein Schulfrühstück für mehrere hundert Kinder – vornehmlich Aids-Waisenkinder – finanziert.

Benefizkonzert

Einen Höhepunkt bildete das Benefizkonzert im April mit dem Landespolizeiorchester Baden-Württemberg in der Aula Alte Steige. Mit den Einnahmen aus Eintritt, Bannerwerbung und einer nicht unerheblichen Zuwendung stellt der Lions Club den Reinerlös in Höhe von 7000 Euro der Diakonie Wertheim zur Förderung junger Familien zur Verfügung.

So schließe sich auch thematisch ein Kreis. Im Herbst habe man mit den „Goldenen Minuten“ einen Schwerpunkt bei den Senioren gesetzt, im Frühjahr lag der Fokus auf der Förderung junger Familien.

In seinem Rückblick ging Alfred Hofmann aber ebenso auf zahlreiche hochkarätige Vorträge, verschiedene Firmenbesuche, diverse Sitzungen und Veranstaltungen ein, bei denen auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz kam. In diesem Zusammenhang erwähnte Hofmann unter anderem den Ausflug nach Bremen mit dem Besuch der Künstlerkolonie Worpswede und dem Modersohn-Museum in Fischerhude.

Aus persönlichen Gründen habe Clubmaster Klaus-Peter Albert leider sein Amt niedergelegt, das er mit kreativem und außerordentlichem Engagement über lange Zeit geführt habe, betonte Hofmann. Für das Lions-Jahr 2019/20 wird Axel Zitzmann nun diese Position übernehmen. Zum Schluss rief der scheidende Präsident alle Mitglieder auf, die Ziele und das Clubleben der Lions weiter zu vertiefen und zu intensivieren.

„Der Lions Club Wertheim ist es wert“, unterstrich Alfred Hofmann in seiner Rede.

Nach der Ämterübergabe dankte der neue Präsident Dr. Sven Schultheis für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

Er freue sich auf ein interessantes Jahr und eine enge Zusammenarbeit mit allen Club-Mitgliedern und der Vize-Präsidentin Alice Jäger. Auch Sven Schultheis appellierte an alle Club-Mitglieder, sich weiterhin zu engagieren, um die Ideen der Lions mit Leben zu erfüllen.