Geldsegen für die Diakonie

Ein Geldsegen für die Diakonie

WERTHEIM.„Wichtig war uns, dass das Geld hier in Wertheim bleibt“, sagte Alfred Hofmann vom Lions Club Wertheim bei der Spendenübergabe an die Kinder- und Jugendhilfe des Diakonischen Werkes. Insgesamt 7000 Euro, zusammengekommen beim beim Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg, gingen als Spende an das Familienzentrum und die Kinder- und Jugendhilfe. Bei der Übergabe berichteten Alex Schuck und Sylvia Gravius von ihrer Arbeit. „Der Anteil der Menschen, denen es nicht gut geht, steigt stetig an“, berichtete der Geschäftsführer der Diakonie im Main-Tauber-Kreis Wolfgang Pempe. Deshalb sei es wichtig , dass man die Augen auch vor den Problemen vor Ort nicht verschließt. Wer alleinerziehend aufwächst, habe ein 30fach höheres Risiko zu einem Fall für die Jugendhilfe zu werden, als ein Kind, das in einer Regelfamilie aufwächst.

Genau hier setzen die Programme der Diakonie an, die im Auftrag des Landratsamtes als „freier Träger“ die Kinder- und Jugendhilfe ausübt. Deshalb können sich Betroffene auch nicht direkt an die Diakonie wenden, sondern müssen um Hilfe erst beim Landratsamt nachfragen. Die verteile dann die Bedürftigen auf die entsprechenden Träger.

Pempe zeigte sich dankbar über die Spende des Lions Clubs Wertheim, denn so lassen sich Projekte anstoßen, die mit dem normalen Regelsatz, der vom Landratsamt bezahlt wird, nicht verwirklichen lassen.

Gravius könne sich nun durchaus vorstellen, dass man mit mehreren Familien einem Ausflug in ein Museum unternimmt. Dies sei sonst nicht möglich. Auch die Bildung von Rücklagen für unvorhergesehene Ereignisse könne dank der Spende aufgefüllt werden. Alex Schuck hat ebenfalls noch keine konkreten Pläne, was er mit dem Anteil von 2000 Euro anfangen wird. Das Familienzentrum am Wartberg/Reinhardshof wird nach dem Umbau des Kirchenzentrums umziehen müssen und dafür werde immer Geld benötigt. Aber auch Projekte der Kinder- und Seniorenarbeit können nun verwirklicht werden. Die entstehen meist spontan und sind deshalb in der Budgetplanung nicht vorgesehen.

Pempe wies darauf hin, dass sich die Finanzierung der Diakonie in den nächsten Jahren durch den Rückgang der Kirchensteuer verändern wird und zeigte sich dankbar, dass es immer wieder private Spender gibt, die die Arbeit der Diakonie unterstützen. Immerhin ein Viertel der zur Verfügung stehenden Mittel werden derzeit über die Kirchensteuer finanziert. Alles andere komme von anderen Quellen, wie öffentlichen Stellen oder eben Spenden.

„Uns ist es wichtig, dass das Geld in Wertheim bleibt“, verdeutlichte Dr. Sven Michael Schultheis die Intention des Lions Clubs Wertheim. Man werde sich weiter für soziale Zwecke in der Stadt engagieren. mae